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Gedichte aus den Jahren 1908-1945

Produkttyp Ausgabe

Taschenbuch

Autor:innen:


Beschreibung:


Hymnisch besingt Franz Werfel in seinen Gedichten das Leben, anfangs noch im Rausch expressionistischen Wortschwalls und -klangs, dann allmählich immer selbstbewußter werdend, in sympathischer Freiheit und Unabhängigkeit von allen Stil- und Moderichtungen seiner Zeit in gereimten Versen. 'Im Deutschen', bekennt er in einem Gedicht, 'müssen sich die Sachen reimen.' (Der Reim) Die Thematik seiner Lyrik entwickelt sich aus die Menschen und die Welt gleichsam umarmenden Anrufungen - 'Mein einziger Wunsch ist. Dir, oh Mensch, verwandt zu sein!' (An den Leser) - immer mehr zu offen bekannter Weltfrömmigkeit und Gottesgläubigkeit. Dabei bleibt er stets auf dem realen, gelegentlich deutlich autobiographischen Lebensgrund bis hin zu seiner schweren Krankheit: er litt aufgrund übermäßig starken Rauchens an Herzasthma. So wirken gerade auch seine späten Gedichte bei aller Einfachheit des Tones gedankentief. Sie kreisen um Kindheitserinnerungen und Todesahnung, um Zuneigung und Zärtlichkeitsbedürfnis. Das Vollkommene ist, wie sein Freund Willy Haas gesagt hat, nichts Apriorisches in Werfeis Dichtungen, wie ihm das In-sich-Ruhende, das Von-sich-Überzeugte ja überhaupt immer verdächtig war. Die Spontaneität der Formulierung, der Allsdruck schaffender Unruhe bleiben bei aller Lust und Kunst des Reimes wesentliche Elemente seines lyrischen Werkes.

Über die Urheberinnen:


Am 10. September 1890 wird Franz Werfel in Prag geboren; als Schüler schreibt er Gedichte und entwirft Dramen. 1914 wird er zum Militärdiensteingezogen; 1917 begegnet er Alma Mahler-Gropius, mit der er bis zu seinem Lebensende verbunden bleibt; er siedelt nach Wien über. Zu dieser Zeit sind bereits mehrere Gedichtbände von ihm erschienen, hat er kritische Aufsätze veröffentlicht. 1919 folgt seine erste ganz eigenständige Novelle *Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig*. 1921 wird sein Drama *Spiegelmensch* aufgeführt. In den nächsten Jahren entstehen *Der Tod des Kleinbürgers*, *Kleine Verhältnisse*, *Der Abituriententag*, *Die Geschwister von Neapel* und immer wieder Gedichte. 1929 heiratet er Alma Mahler. 1933 erscheinen *Die vierzig Tage des Musa Dagh* - eine Mahnung an die Menschlichkeit; im gleichen Jahr werden seineBücher in Deutschland verbrannt.1938, als Hitlers Truppen in Österreich einmarschieren, hält sich Werfel in Capri auf - seine Emigration beginnt. 1940 wird er in Paris an die Spitze der Auslieferungsliste der Deutschen gesetzt. Mit Alma und einigen Freunden flüchtet er zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien. *Das Lied von Bernadette* schreibt er als Dank für seine Errettung. Von Lissabon bringt sie ein Schiff nach New York. Die letzten Jahre verlebt Werfel in Los Angeles, Kalifornien. Am 26. August 1945 erliegt er seinem schweren Herzleiden.

Produktdetails:

  • Autor:in: Franz Werfel
  • Erscheinungsdatum: 28.11.2019
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenumfang: 220 Seiten
  • ISBN: 9783596370597

GPSR Kontakt:


Verlagskontakt: S. Fischer Verlag GmbH | Hedderichstraße 114 60596 Frankfurt am Main | DE | E-Mail: produktsicherheit@fischerverlage.de
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Produktspezifikation
AttributbezeichnungAttributwert
Produkt Details
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Epochenca. 1930 bis ca. 1939, ca. 1940 bis ca. 1949, ca. 1900 bis ca. 1909, ca. 1910 bis ca. 1919, ca. 1920 bis ca. 1929
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