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Die Bedeutung der Literaturkritik für die Durchsetzung des Ästhetisierungsparadigmas in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert

Available Editions

Taschenbuch

Autor:in: Aida Alagi¿ Bandov
Erscheinungsdatum: 25.06.2026
206 Seiten
Sprache: Deutsch
SKU: 9783658522698
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Literaturkritik für das Ästhetisierungsparadigma in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert und stützt sich dabei auf die These des deutschen Soziologen Andreas Reckwitz zur Ästhetisierung der Gesellschaft. Durch die Darstellung von drei Schlüsselperioden für den Durchbruch des Ästhetisierungsparadigmas (Romantik, Moderne und Counter Culture Bewegungen um 1968) sowie die Analyse von Leben und Werk dreier repräsentativer Kritiker aus diesen Epochen (Friedrich Schlegel, Georg Brandes und Marcel Reich-Ranicki) geht die Arbeit der Frage nach, wie Literaturkritik und der Literaturkritiker als soziale Figur zum Durchbruch und zur Ausweitung des Ästhetisierungsparadigmas beigetragen haben. Der methodische Hintergrund basiert auf einer Kombination aus Feldtheorie und Systemtheorie (unter Rückgriff auf die Arbeiten von Pierre Bourdieu und Siegfried J. Schmidt) sowie auf einer vergleichenden Analyse sowohl literaturkritischer Diskurse als auch medialer und literarischer Diskurse sowie von Diskursen der Literaturtheorie zu diesem Themenkomplex. Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, inwiefern Literaturkritik als aktiver Bestandteil des Ästhetisierungsprozesses verstanden werden kann und ihre Rolle über die einer bloßen Vermittlerin literarischer Diskurse hinaus zu betrachten ist, um jene Hintergrundprozesse sichtbar zu machen, an denen Literaturkritik aktiv beteiligt ist, wie etwa die Valorisierung innerhalb des literarischen Systems, die Ästhetisierung und Singularisierung der Gesellschaft sowie die Individualisierung des Subjekts. Als Ergebnis bietet die Arbeit eine Rekontextualisierung der Literaturkritik im Lichte des Ästhetisierungsparadigmas und ermöglicht eine Problematisierung ihrer Position als Subsystem der Literatur, was zu neuen Einsichten in die Literaturkritik im Kontext des umfassenderen gesellschaftlichen Systems führt. Die Arbeit gelangt zu dem Schluss, dass Literaturkritik in bestimmten Perioden das Ästhetisierungsparadigma durch das Kreativitätsdispositiv förderte, indem sie nicht nur die Werte, Diskurse und Praktiken des kreativen Imperativs ausweitete, sondern auch ihr eigenes Handlungsfeld sowie ihre eigenen Subjekte im Einklang mit diesem Imperativ formte.
Verlagskontakt: Springer Nature Customer Service Center GmbH | | | E-Mail: ProductSafety@springernature.com
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LanguageDeutsch
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