Das BGB kennt einige Regelungen, die dazu dienen, die Vertragsfreiheit zu schützen. Voraussetzung für einen angemessenen Interessenausgleich ist die Selbstbestimmung der Vertragsparteien. Das Bundesarbeitsgericht hat mit dem Gebot fairen Verhandelns ein Instrument zum Schutz der Entscheidungsfreiheit geschaffen, das eingreifen kann, wenn die "bewährten" Schutzmechanismen des BGB scheitern. Weite Teile des Schrifttums bezweifeln jedoch, ob sich ein Gebot fairen Verhandelns überhaupt aus den Regelungen des BGB ergibt.
Dieses Buch untersucht Herkunft, Inhalt und Reichweite dieses noch jungen Rechtsinstituts und ordnet es systematisch in das bestehende Zivil- und Arbeitsrecht ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die Anwendungsvoraussetzungen des Gebots fairen Verhandelns sowie die Tatbestandsvoraussetzungen einer unfairen Verhandlung sowie die daraus entstehenden Rechtsfolgen.
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